Kalenderblätter
NVA - Interessengemeinschaft Halle/Saale
NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Freie Deutsche Jugend – ein Aufbruch nach dem Krieg
Wie alles begann: Vorläuferin 1936 im Pariser Exil „Das war in Hoddesdon in Hertfordshire. Und wir brauchten eine Fahne, jeder war auf diese Fahne gesinnt. Und ich habe diese Fahne entworfen, und zwar war es eine Sonne auf blauem Hintergrund, und habe sie selber genäht aus Stoff“, erinnerte sich Barbara Cartlidge 2003 im Deutschlandfunk. Als 16-jährige Jüdin war sie Ende 1938 mit ihrer Mutter aus Nazi-Deutschland nach England geflohen und stieß dort auf andere deutsche Jugendliche, unter ihnen auch junge Kommunisten, die schon 1936 im Pariser Exil eine erste Organisation mit dem Namen „Freie Deutsche Jugend“ gegründet hatten.
Etliche, die damals den Weg in die Reihen der bewaffneten Organe gefunden haben, übernahmen später verantwortungsvolle Aufgaben im neugeschaffenen Jugendverband, wurden Mitbegründer der bewaffneten Organe, waren später in verantwortungsvollen Dienststellungen auch in unserer 11. MSD erfolgreich. Die übernommene Patenschaft über die Volkspolizei setzte sich dann in der 1956 gegründeten Nationalen Volksarmee der DDR fort. Auch hier wurde der Jugendarbeit höchste Priorität eingeräumt. Mehrere Befehle, zuletzt der Befehl
50/84 des Ministers für Nationale Verteidigung über die Verwirklichung der Jugendpolitik durch die Kommandeure alle Stufen ist Ausdruck dafür. Genutzt wurde dazu vor allen Dingen der Wettbewerb in allen seine Facetten, unter solchen Losungen, wie „Treffen mit dem ersten Schuß“ u.a. wie auch der Kampf um die 5 Soldatenauszeichnungen, den Bestentitel und um Ehrenbanner.Die Wertschätzung für die Arbeit des Jugendverbandes in den Streitkräften wurde mehrfach durch Auszeichnungen aller Art deutlich. Hier soll stellvertretend für die Arbeit der FDJ in der 11. MSD die Anerkennung der FDJ Organisation des Motorisierten Schützenregiments 11, Fritz Weineck Halle durch den damaligen Stellvertreter des Ministers und Chef der Politischen Hauptverwaltung der NVA, Generaloberst Heinz Keßler mit einer Urkunde veranschaulicht werden. Ein weiteres Mal wurde Berlin zum Treffpunkt der Jugend und Studenten der Welt. 1973 im August fanden die X. Weltfestspiele statt. Gerne erinnere ich mich als Teilnehmer der NVA-Delegation aus der 11. MSD an die herzlichen Treffen mit der Jugend der Welt. Und nicht zu vergessen, die Teilnahme von Hauptmann Th. Engelhardt 1984 zum Treffen Cuba - DDR in Havanna, der Hauptstadt der Republik Kuba. Besondere Bedeutung hatte für die junge Generation die Freundschaft zu den Völkern der Welt und ihrer Jugend, insbesondere aber zur Jugendorganisation in der UdSSR, dem Komsomol. Mehrere Freundschaftstreffen fanden in der DDR und der UdSSR wechselseitig statt.
Fahne der FDJ in England, August 1939