© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Freie Deutsche Jugend –
ein Aufbruch nach dem Krieg
Ich
hatte
die
Ehre
die
NVA
und
die
11.
MSD
zum
2.
Festival
der
Jugend
der
DDR
und
der
UdSSR
in
Leningrad
im
Juni
1972
zu
vertreten.
Beeindruckende
Erlebnisse
prägen
meine
Erinnerungen
bis
heute.
Und
1975,
ich
war
gerade
Oberinstrukteur
für
Jugendarbeit
in
der
11.
MSD
geworden,
hatte
ich
die
ehrenvolle
Aufgabe
ein
weiteres,
das
3.
Festival,
diesmal
1975
in
der
Stadt
Halle,
dem
Sitz
des
Stabes
der
11.
MSD,
mit
vorzubereiten.
Die
insgesamt
7
Festivals
im
Wechsel
zwischen
Dresden,
Leningrad,
Halle,
Wolgograd,
Karl-Marx-Stadt,
Kiew
und
Gera
gehören,
meines
Erachtens
noch
immer
zu
wertvollsten
Erinnerungen
der
Jugend
der
untergegangenen
DDR.Beeindruckend
war
für
mich
auch
die
Teilnahme
als
Delegierter
am
X.
Parlament
der
FDJ
in
Berlin,
im
neuerbauten
„Palast
der
Republik“.
Mein
Sitzplatz
unmittelbar
hinter
der
Tochter
von
Ernst
Thälmann,
Irma
Gabel-Thälmann
und
die
mit
ihr
geführten
Gespräche
sowie
die
signierte
Miniaturausgabe
der
Biografie
ihres
Vaters,
gehören
in
meine
Schatzkiste
persönlicher
nachhaltiger
Erlebnisse
als
Mitglied
der
Freien
Deutschen
Jugend
der
DDR.Es
bleibt
abschließend
bei
der
Darstellung
der
Geschichte
der
FDJ,
auch
in
der
Nationalen
Volksarmee
der
Deutschen
Demokratischen
Republik
festzustellen,
dass
im
70.
Jahr
der
Gründung
der
NVA
der
Kampf
um
Frieden
und
gesellschaftlichen
Fortschritt,
um
Arbeit
für
und
mit
den
Jugendlichen
unvergessen
bleiben
wird.Mit
der
politischen
Wende
verlor
die
FDJ
auch
in
den
Streitkräften
schnell
ihre
Funktion
für
die
Jugendlichen.
Von
den
rund
2,3
Millionen
Mitgliedern
1989
blieben
nur
Wenige
übrig.
Auch
wenn
es
die
FDJ
als
Organisation
im
Osten
Deutschlands
heute
noch
gibt,
ihre
Ausstrahlungskraft,
ihr
Mobilisierungscharakter
und
ihre
Persönlichkeitsprägung
von
Generationen
junger
Menschen
ist
minimal
geworden.
Ehemalige
Soldaten
der
NVA
die
sich
noch
heute
an
ihren
Friedensdienst
in
der
NVA
unter
der
Fahne
der
FDJ
erinnern,
sollten
Stolz
auf
diesen
Friedensdienst
sein,
der
heute
wichtiger
ist
als jemals zuvor ist.
An
die
Geschichte
der
FDJ
und
erlebnisreiche
Daten
daraus
erinnert
sich
Oberstleutnant
a.D.
Gerold
Möller
PS:
Der
Beitrag
entstand
unter
Verwendung
des
Buches
„Geschichte
der
Freien
Deutschen
Jugend“,
Verlag
Neues
Leben
Berlin,
1982
und
eigener
Aufzeichnungen
aus
der
aktiven Arbeit als Jugendfunktionär in der NVA der DDR von 1970 bis 1978.