© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Für
die
Kaserne
der
Nationalen
Volksarmee
in
Halle,
mit
dem
ehrenvollen
Namen
„Bernard
Koenen“
schuf
er
in
der
zweiten
Hälfte
der
70er
Jahre
ein
Wandbild,
das
im
Treppenaufgang
des
bekannten
Block
18
seinen
Platz
fand.
(Bild
rechts)
Neben Werner
Tübke, Bernhard
Heisig, Heinz
Zander und Wolfgang
Mattheuer gilt
er
als
bedeutendster
Maler
der
DDR.
Werkschauen
(hier
nur
Auswahl)
fanden
1981
im
Kunstmuseum
Moritzburg
Halle
zu
Ehren
seines
60.
Geburtstages
statt.
1982
stellte
die
Westberliner
Kunsthalle
Werke
aus
und
1986
die
Nationalgalerie
Berlin.
2021
wurde
eine
Retrospektive
seines
Schaffens
zum
100.
Geburtstag
im
Kunstmuseum
Moritzburg
Halle
(Saale)
vorgenommen.
Wegen
seines
Bekenntnisses
zur
DDR
und
der
SED
lösten
seine
Werke
und
Ausstellungen
nach
Willi Sitte - ein deutscher Maler, Grafiker,
Partisan und Funktionär
der Wiedervereinigung bisweilen
abwertende
öffentliche
Diskussionen
aus.
So
wurde
im
Sommer
2001
eine
geplante
Jubiläumsausstellung
des
Küstlers
zu
seinem
80. Geburtstag
im Germanischen
Nationalmuseum in
Nürnberg
vom
Verwaltungsrat
kurzfristig
verschoben,
weil
man
Sittes
Rolle
als
DDR-Kulturfunktionär
erst
noch
genauer
untersuchen
wollte.
Sitte
sagte
daraufhin
die
bereits
vorbereitete
Ausstellung
ab. Stattdessen
stellte
er
in
Mailand
aus.
Bis
heute
fließen
in
Kritiken
zu
Sittes
Werken
oft
nicht
nur
künstlerische
Aspekte,
sondern
auch
politische
Beurteilungen
ein.
Andererseits
sind
seine
Werke
bis
heute
bei
Kunstsammlern
und
Galerien
im
Westen
Deutschlands
und
in
Westeuropa
begehrt.
Anlässlich
seines
85.
Geburtstages
wurde
in Merseburg am
28.
Februar
2006
die Willi-Sitte-Galerie eröffnet.
Dies
geschah
im
Beisein
des
früheren
Bundeskanzlers Gerhard
Schröder und
des
damaligen
Ministerpräsidenten
Sachsen-
Anhalts, Wolfgang
Böhmer.
Die
Stiftung
ist
in
der
Domstraße
15
in
Merseburg
untergebracht
und
aktiv.
(Bild
rechts)
Zeitweilige
finanzielle
Probleme
konnten
dank
eines
engagierten
Förderkreises
gelöst
werden.
Sitte
wurde
auf
dem Gertraudenfriedhof in
Halle
beerdigt. Die
Trauerrede
hielt
der
Theologe
und Gewerkschafter Jürgen Weißbach.
Ehrungen und Preise
1953: Kunstpreis der Stadt Halle für das Gemälde Karl Marx liest vor
1954: Kunstpreis der Stadt Halle, für das Gemälde Aus den Tagen bei Leipzig
1964: Kunstpreis der DDR
1968: Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste
1974: Karl-Marx-Orden
1974: Wahl zum Präsidenten des Verbandes Bildender Künstler der DDR
1977: Beteiligung an der Documenta 6
Grab Willi Sitte, Halle (Saale)
1979: Nationalpreis der DDR erster Klasse für Kunst und Literatur
Seine Werke sind in der Deutschen Nationalgalerie, im Kunstmuseum Moritzburg der Stadt Halle,(Saale)
ausgestellt und bei privaten Sammlern begehrt. Ein Besuch in der Willi-Sitte-Galerie in Merseburg lohnt sich immer.
Es erinnert und würdigt Oberstleutnant a. D. Gerold Möller