© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
Einer von uns
Eine deutsche Sportlegende
Täve Schur ist 95 Jahre geworden
B
iografisches
Am
23.
Februar
1931
erblickte
Gustav-Adolf
Schur
in
Biederitz-
Heyrothsberge
das
Licht
der
Welt.
Und
er
lebt
bis
heute
in
Sachsen-
Anhalt,
ist
seiner
Heimat
stets
treu
geblieben.
Mit
dem
Radsport
begann
Schur
erst
mit
19
Jahren.
Sein
Ansporn,
so
sagte
er
später,
sei
nach
dem
Krieg
gewesen,
einmal
bei
der
Friedensfahrt
mitfahren
zu
wollen.
Bereits
1952
erfüllte
sich
dieser
Wunsch:
Er
nahm
mit
21
zum
ersten
Mal
am
größten
Radsportevent
des
Ostens
teil.
Einer
seiner
härtesten
Rivalen
und
ein
guter
Freund
war
Jan
Vesely
aus
der
ČSSR.
Seinem
Sohn
gab
Schur den Vornamen Jan.
Bilanz
Die
Radsportlegende
blickt
auf
ein
aufregendes
Leben
zurück,
wurde
nicht
nur
Weltmeister
1958
und
1959,
sondern
gewann
auch
zweimal
die
legendäre
Friedensfahrt.
Bei
den
Olympischen
Spielen
1956
in
Melbourne
und
1960
in
Rom
holte
er
zudem
Bronze
und
Silber
im
Mannschaftsfahren.
Schur
wurde
ab
1953
neun
Mal
in
Folge
zum
Sportler
des Jahres in der DDR gewählt.
Sein Sportsgeist machte ihn unsterblich.
Sein
Ansehen
stieg
weiter,
als
Schur
1960
bei
der
Heim-WM
auf
dem
Sachsenring
seinem
Teamkollegen
Bernhard
Eckstein
den
Titel
"schenkte",
er
selbst
wurde
Zweiter.
Eckstein
war
vier
Kilometer
vor
dem
Ziel
aus
einer
Dreiergruppe
mit
Schur
und
dem
Belgier
Willy
van
den
Berghen
davongezogen.
der
Doppel-Weltmeister
setzte
nicht
nach,
der
Belgier
blieb
auch
zurück,
da
er
davon
ausging,
dass
Schur
der
Hauptkonkurrent
um
den
Titel
war.
Medien
sprachen
von
der
taktisch
großartigsten Leistung in der bisherigen Geschichte des Radsports.
Täve
Schur
hat
aus
seiner
politischen
Haltung
nie
Hehl
gemacht
und
er
lies
sich
auch
nie
verbiegen.
Und
so
blieb
ihm
bis
heute
die
Aufnahme
in die Hall of Fame des deutschen Sports verwehrt. Sein kommentar:
"Die
haben
mich
dort
nicht
aufgenommen.
Ich
dachte
mir,
wenn
da
welche
drin
sind,
die
mir
im
Krieg
böse
mitgespielt
haben,
dann
lass
ich
von
denen
nicht
entscheiden,
ob
ich
in
die
Hall
of
Fame
komme."
Nach
aktuellem
Stand
sind
15
Personen
in
der
Sport-Ruhmeshalle,
die
auch
Mitglieder der NSDAP waren.“
es gratuliert Major der NVA, Thomas Engelhardt