© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Bevor alles begann - Vom Wehrmachtsfeldwebel in das NKFD“
Aus den Memoiren des GM a.D., Hermann Vogt
Den
Kriegsgefangenen
Im
Hermann
Vogt
ließ
die
Frage
des
russischen
Generals,
„wofür
kämpft ihr?“ nicht mehr los!
Im
Zeitraum
April
1943
bis
Oktober
1943
wurde
er
Lehrgangsteilnehmer
der
Antifa-Schule
im
Lager
Nr.
165
(Wjasniki,
ca.
300
km
östlich
von
Moskau
entfernt)
und
dann
ab
Oktober
1943
bis
Mai
1944
im
bekannten
Lager
27
(Krasnogorsk
bei
Moskau).
Bei
den
meisten
im
Lehrgang
befindlichen
Kriegsgefangenen
reifte
der
Entschluss,
aktiv
am
Kampf
gegen
den
Faschismus
teilzunehmen.
Für
Hermann
Vogt
galt
es
auch,
aus
der
Inaktivität
und
der
Gleichgültigkeit
des
Schicksals
der
Gefangenschaft
herauszutreten
und
aktiv
am
Widerstand
gegen
Hitler
teilzunehmen.
Der
Wunsch
und
die
Bereitschaft
zum
aktiven
Einsatz
an
der
Front
war
für
Hermann
Vogt
der
völlige
Bruch
mit
seinem
ehemaligen
Dienstherrn
Adolf
Hitler,
der
sich
allerdings
auch
durch
die
von
ihm
praktizierte
Kriegsführung
besonders
gegen
die
Sowjetunion
als
skrupelloser,
verbrecherischer
Verführer
des
deutschen
Volkes
erwiesen
hatte.
Ein
wesentlicher
Aspekt
für
die
Entscheidung
der
Roten
Armee,
ehemalige
Wehrmachtsangehörige
als
Kombattanten
an
der
Front
einzusetzen,
war
deren
Bereitschaft,
sich
vollständig
gegenüber
ihren
früheren
Kameraden
mit
Namen,
Dienstgrad,
Truppenteil
usw.
erkennen
zu
geben.
Sie
sollten
lebendiges
Beispiel
für
ein
Weiterleben
ehemaliger
deutscher Soldaten in sowjetischer Kriegsgefangenschaft sein.
Es
waren
bereits
zahlreiche
kriegsgefangene
deutsche
Offiziere
und
Soldaten
an
der
Front
im
Einsatz
an
der
Seite
der
Sowjetarmee.
Sie
waren
dort
als
„Beauftragte
des
NKFD“
einer
Front oder Armee im Agitations- und Propaganda-Einsatz tätig.
Hermann
Vogt
bewahrte
zahlreiche
primitive
Aufzeichnungshefte,
die
offensichtlich
oft
aus
Papierresten
selbst
angefertigt
wurden,
mit
den
Aufzeichnungen
des
Inhaltes
der
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1945 weiter
Lehrveranstaltungen,
eng
beschrieben,
schwer
leserlich.
Sie
haben
ihn
bis
an
sein
Lebensende
begleitet
und
sind
dem
Deutsch-
Russischen Museum in Berlin-Karlshorst als Dauerleihgabe übergeben.
Der
Antifa-Lehrgang
in
Krasnogorsk
dauerte
bis
zum
April
1944.
Es
sollte
noch
ein
ganzes
Jahr
vergehen,
bis
der
schreckliche
Krieg
zu Ende gehen würde.
In
den
ersten
Maitagen
des
Jahres
1944
führte
das
Mitglied
des
Zentralkomitees
der
KPD
und
ehemalige
Abgeordnete
des
aufgelösten
deutschen
Reichstages
Walter
Ulbricht,
eine
letzte
Aussprache
mit
Hermann
Vogt.
Ulbricht
vermittelte
Erfahrungen
aus
seinem
Fronteinsatz
an
der
Stalingrader
Front.
Wenige
Tage
später
begann
die
Reise
an
die
Front,
dieses
Mal
allerdings
von
Ost
nach
West!
Die
kleine
Gruppe
bestand
aus
3
Kriegsgefangenen.
Mit
Hermann
Vogt
reisten
die
Wehrmachtsoffiziere
Hauptmann
Sonnet und ein Leutnant Gutmann zunächst nach Moskau zum Sitz des Nationalkomitees.