© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Bevor alles begann - Vom Wehrmachtsfeldwebel in das NKFD“
Aus den Memoiren des GM a.D., Hermann Vogt
Es
erfolgte
die
Einkleidung
und
sie
erhielten
den
Ausweis
als
„Beauftragte
des
NKFD“
in
einer
Armee
an
der
Leningrader
Front.
Am
10.05.1944
wurden
sie
durch den Präsidenten des NKFD Erich Weinert zum Einsatz verabschiedet.
Hermann
Vogt
ging
dabei
im
praktischen
Einsatz
an
der
Frontlinie
ein
hohes
persönliches
Risiko
ein,
sich
tage-
und
nächtelang
in
den
Feuerbereich
der
deutschen
Waffen
zu
begeben
und
die
deutschen
„Landser“
im
direkt
gegenüberliegenden Graben anzusprechen.
Dann
war
der
Krieg
zu
Ende.
Der
Kriegsgefangene
Oberfeldwebel
Hermann
Vogt
befand
sich
im
Mai
1945
sicher
noch
im
Personalbestand
der
21.
Armee
der
1.
Ukrainischen
Front,
deren
Truppen
am
08.05.1945
auch
die
sächsische
Residenz Dresden eingenommen hatten.
In
Dresden
begann
bereits
am
12.05.1945,
also
schon
4
Tage
nach
der
Einnahme
der
Stadt
durch
die
Sowjetarmee
die
Arbeit.
Er
wurde
vom
Stab
der
1.
Ukrainischen
Front
der
„Ackermann-Gruppe“
zur
Verfügung
gestellt,
also
für
die
neue
deutsche
antifaschistische
Verwaltung
„freigegeben“.
Seine
Aufgabe
bestand
zunächst
in
der
Mitarbeit
bei
der
Herausgabe
einer
Zeitung
für
die
deutsche
Zivilbevölkerung
in
Sachsen.
Er
unterstand
jetzt
dem
Personalchef
der
Gruppe,
dem
KPD-Genossen
und
Dresdner
Stadtrat
Hermann
Matern.
Am
15.05.1945
soll
Hermann
Vogt
dann
den
Auftrag
erhalten
haben,
in
den
Kellerräumen
der
Stadtverwaltung
das
erste
Wachlokal
einer
neuen
Polizei
einzurichten.
Dazu
wird
berichtet:
„Hier
erhielten
Mitglieder
der
Antifa-
Ausschüsse,
die
von
ihren
Komitees
zum
Ordnungsdienst
eingeteilt
worden
waren,
in
den
Nachmittagsstunden
des
15.05.1945
erste
Anweisungen
von
Matern
über
den
Aufbau
und
die
Aufgaben
der
Polizei.“
Zunächst
war
in
Abstimmung
mit
der
sowjetischen
Stadtkommandantur
angestrebt
worden,
eine
neue
Polizeitruppe
in
Stärke
von
500
Personen
aufzustellen,
für
mehr
hatten
die
materiellen
und
personellen
Ressourcen
nicht
gereicht,
denn
es
fehlte
in
der
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1945 weiter
zerstörten
Stadt
an
allem.
Bereits
am
20.05.1945
stellten
Dr.
Friedrichs
und
Hermann
Matern
in
einem
der
Lingner-Schlösser
an
der
Elbe
dem
Oberbefehlshaber
der
1.
Ukrainischen
Front
Marschall
der
Sowjetunion
Konew
meinen
Vater
Hermann
Vogt
als
Personalvorschlag für den neuen Kommandeur der Ordnungspolizei in Dresden vor.
Der Marschall stimmte dem Vorschlag zu.