Kalenderblätter
NVA - Interessengemeinschaft Halle/Saale
NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
II. Weltkrieg und der 22. Juni 1941
Es war der Beginn der Antihitlerkoalition . In dieser ersten Phase des Krieges, bis November 1941, konnten die Aggressoren ein Territorium besetzen auf dem rund 40% der Bevölkerung der UdSSR gelebt hatte, 63 % Kohle gefördert, 68 % Roheisen, 58 % Stahl und 60% Aluminium produziert wurde. Aus diesem Territorium kamen 38 % der Getreideproduktion des Landes, 84 % der Zuckerproduktion, 38 % Rinder und 60 % Schweine. Enorme Verluste die auszugleichen waren. Sofort nach Ausbruch des Krieges trat ein Programm zur Mobilisierung der Kräfte des ganzen Volkes in Kraft. Die nach Umfang und Terminen beispiellose Evakuierung von Industriebetrieben aus den Frontgebieten in das Hinterland und ihre sofortige Produktion wurde erfolgreich umgesetzt. Den weiteren Verlauf des Krieges darf ich als einigermaßen gesicherte Tatsachen ansehen und verweise nur noch auf die entscheidenden Schlachten in und um „Stalingrad“, im „Kursker Bogen“ sowie die „Berliner Operation“ zur endgültigen Zerschlagung des Faschismus in Deutschland und zur Befreiung der okkupierten Völker. Der „Erfolg“ der deutschen Wehrmacht in den Jahren 1941 und 1942 abgesehen von der heldenhaften 900 Tage dauernden Verteidigung Leningrads und der Abwehrschlacht vor Moskau sollte eigentlich den Gedankenspielen über „Präventivkriegsdiskussion“, also stalinsche Angriffsvorbereitungen gegen Deutschland den Boden entziehen. Durch die stalinschen „Säuberungen“ in den Jahren 1937/38 waren 80 % der Korps- und Divisionskommandeure und 90 % der Stabsoffiziere exekutiert bzw. in Lagerhaft gekommen und etwa drei Viertel aller neuen Offiziere waren erst weniger als ein Jahr im Dienst lassen diese Gedanken schon rein logisch scheitern. Leider gibt es immer wieder „Besserwisser“ und nicht zu knapp. Historiker haben die Thesen schon in den 1960er-Jahren entkräftet. Trotzdem wird diese These heute mehr denn je wieder vertreten und gleichzeitig vor der Russischen Föderation und „Putin“ gewarnt. Andererseits wird versucht den Anteil der
UdSSR, ihrer Roten Armee und aller ihrer Völker herabzuwürdigen. So wird auch immer wieder behauptet, dass die UdSSR nur mit Hilfe amerikanischer Waffen und Ausrüstungen gesiegt hätte. Das lässt sich präzisieren: Die von den Alliierten erfolgten Lieferungen machten ca. 10% der Rüstungslieferungen im Verlaufe des Krieges aus. Und zugleich wurden an der deutsch-russischen Front zwei Drittel aller faschistischen Kräfte und Waffen gebunden. Dazu hat der damalige Chef der amerikanischen Leih- und Pachtorganisation, Stettinius würdigend geschrieben: „Für all diese Hilfe haben die Russen bereits einen Preis gezahlt, der nicht in Dollars oder Tonnen gemessen werden kann.“ Der englischer Historiker B. Collier behauptet allerdings in seiner „Geschichte des zweiten Weltkrieges“,