© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
II. Weltkrieg und der 22. Juni 1941
die
verspätete
Eröffnung
der
zweiten
Front
durch
die
Alliierten
sei
damit
gerechtfertigt,
das,
„…schon
in
den
Jahren
1941
und
1942
es
in
Wirklichkeit
eine
zweite
Front
gegeben
hat,
weil
30
–
40
deutsche
Divisionen
durch
englische
Truppen
gebunden
wurden.
Außerdem
haben
die
Engländer
eine
dritte
Front
in
Nordafrika
gehalten,
eine
vierte
am
deutschen
Himmel
und
eine
fünfte
in
Gestalt
der
speziellen
Luftoffensive
über
Nordafrika.“
Der
Preis
des
Sieges
über
Nazideutschland
und
seine
Vasallen
kostete
nach
Analysen
der
Alliierten
die
beteiligten
Länder
1500
Milliarden
Dollar,
ohne
die
Zerstörungen
und
Materialverluste
einzuberechnen.
Die
Feuer-
und
Zerstörungskraft
der
Waffen
hatte
sich
vervielfacht,
und
der
Krieg
forderte
Opfer
auf
dem
Schlachtfeld
und
besonders
unter
der
Bevölkerung.
Die
Nazis
traten
internationale
Regeln
mit
den
Füßen.
Sie
begannen
mit
der
infernalischen
Bombardierung
Volksfrontspaniens,
zerstörten
die
baskische
Stadt
Guernica.
Dann
bombardierten
sie
Warschau,
Rotterdam,
Cambrai,
sie
führten
Luftkrieg
gegen
London
und
Coventry,
gegen
Minsk,
Leningrad,
Odessa
und
Stalingrad,
um
nur
einige
zur
Anschaulichkeit
zu
nennen.
Die
Vernichtung
der
zivilen
Bevölkerung
wurde
eines
der
Hauptziele.
Nach
den
Berechnungen
wurden
28
Millionen
Zivilisten
gegenüber
27
Millionen
Soldaten
getötet.
Sie
zerstörten
in
der
Sowjetunion
1710
Städte,
über
70.000
Dörfer,
32.000
Industriebetriebe,
98.000
Kollektivwirtschaften,
sprengten
65.000
Km
Gleisanlagen,
beschädigten
16.000
Lokomotiven
u.
v.
a.
m.
In
Großbritannien
wurden
durch
die
Luftangriffe
über
2
Millionen
Häuser
und
andere
Bauwerke
zerstört
bzw.
stark
beschädigt.
Ebenso
sind
immense
Zerstörungen
in
den
anderen
okkupierten
europäischen
Länder
zu
verzeichnen.
Und
in
Deutschland
selbst,
dem
Ausgangspunkt
all
des
Leidens
wurden
durch
die
anglo
-
amerikanischen
Luftangriffe
1,5
Millionen
Häuser
zerstört
und
nach
Berechnungen
7,5
Millionen
Deutsche
obdachlos.
All
diese
Zerstörungen
materieller
Art
sind
heute
Vergangenheit.
Die
Spuren
sind
weitgehend
getilgt,
wenn
nicht
durch
Bauarbeiten
immer
noch
Bomben
und
Granaten
gefunden
werden
und
Ängste
hervorrufen.
Nach
mittlerweile
fast
87
Jahren
seit
Kriegsbeginn
(1939)
sind
manche
Ereignisse
gelöscht.
Die
Bilder
verwüsteter
Städte,
toter
Soldaten,
Frauen,
Mütter
und
Kinder
sind
zumeist
nicht
mehr
vorhanden.
Mittlerweile
sind
Menschen
herangewachsen,
die
den
Krieg
nur
noch
vom
Hörensagen
der
Großeltern
kennen,
selbst
Kinder
und
Kindeskinder
haben
und
die
von
alldem
nichts
wirklich
gesehen
und
erlebt
haben.
Bilder,
die
heute
über
den
Bildschirm
aus
dem
Nahen
Osten
oder
der
Ukraine
zu
uns
kommen,
lassen
bei
aller
Grausamkeit
doch
eine
räumliche
Distanz
erkennen.
Der
Preis
des
Sieges,
den
alle
Länder
und
Völker
im
und
für
den
zweiten
Weltkrieg
zahlen
mußten
ist
unermesslich
hoch.
Die
Lehren
daraus
dürfen
nicht
in
Vergessenheit
geraten,
weder
heute
noch
Morgen.
Und
wo
Heute
besonders
laut
von
einer
Gefahr
aus
Rußland
geschrien
wird,
wo
Verantwortliche
in
alle
Welt
hinausposaunen,
das
Rußland
immer
und
ewig
unser
Feind
sein
soll
–
der
hat
kein
Wissen
und
kein
Gewissen
-
soll
das
Volk
in
eine
neue
Tragödie
gestürzt
werden.
Mit
Parolen
und
Slogans
wie
„Kriegstüchtigkeit“
allerorten,
in
allen
Einrichtungen
des
Staates
und
der
Kommunen,
im
Gesundheits-
und
Verkehrswesen,
in
der
Bildung,
der
Wissenschaft
und
der
Kultur,
wird
der
Bürger*in
propagandistisch und wehrertüchtigend vorbereitet. Wehret den Anfängen!
Fazit:
Der
am
01.
September
1939
mit
dem
Überfall
Hitlerdeutschlands
auf
Polen
begonnene
Krieg
dauerte
sechs
Jahre
und
endete
mit
der
offiziellen
Kapitulation
des
faschistsichen
Deutschlands
am
08.
Mai
1945
und
der
ebenfalls
offiziellen
Kapitulation
des
militaristischen
Japans
am
02.
September
1945.
Am
Krieg
nahmen
mit
61
gegenüber
36
fast
doppelt
so
viel
Staaten
und
mit
1,7
Milliarden
gegenüber
einer
Milliarde
nahezu
doppelt
so
viel
Menschen
teil
wie
am
I.
Weltkrieg.
In
40
Ländern
auf
drei
Kontinenten – in Europa, Asien und Afrika – wurden blutige Schlachten ausgetragen.