Als
„antifaschistischer
Schutzwall“
wurden
im
offiziellen
politischen
Sprachgebrauch
die
am
13.
August
1961
an
der
Grenze
zu
den
Westsektoren
Berlins
errichteten
militärisch
gesicherte
Grenzanlagen
bezeichnet.
Der
Begriff
wiederspiegelt
eine
damalige
politische
Situation
in
Mitteldeutschland
und
hatte
damit
auch
eine
wichtige
legitimatorische
Funktion
für
die
junge
DDR.
Wer
bis
heute
die
damals
angespannte
miltärpolitsche
Lage
apostrophiert,
die
in
der
BRD
wachsende
Militarisierung,
den
wachsenden
Neofaschismus
der
Bundesrepublik
und
die
von
den
NATO-Staaten
ausgehende
zunehmende
militärische
Bedrohung
verharmlost,
wird
dem
historischem
Anspruch
der
Umstände
nicht
gerecht.
Und
die
Grenzschließung
als
Scheitern
des
Sozialismuskonzeptes
zu
deklarieren,
negiert
oder
verharmlost
wichtige
Aspekte
deutscher
Nachkriegsentwicklung.
Die
drohende
wirtschaftliche
Ausplünderung
der
DDR
war
Realität.
Wer
die
Opfer
der
deutschen
Teilung
beklagt,
ohne
auf
die
Brisanz
der
„deutsch-deutschen“
Situation
hinzuweisen,
sich
scheut,
Ross
und
Reiter
zu
benennen,
handelt
demagogisch
oder
zumindest
unhistorisch.
Und
dass
der
Frieden
in
Mitteleuropa
sicherer
wurde,
ist
ja
wohl
auch
nicht
von
der
Hand
zu
weisen.
Auch
nicht
die
zunehmende
Prosporität
der
DDR.
Nein,
dieses
Ereignis
und
seine
Folgen
waren
waren
zu
ernst,
um
sie
Walter
Ulbricht
allein
in
die
Schuhe
zu
schieben.
Und
es
ist
„Antifaschistscher Schutzwall“ oder „Mauer“,
Politischer Sachverstand vs. ideologischer Mainstream?
auch
unehrenhaft
und
politisch
instrumentalisiert,
sein
Ausführungen
auf
diesen
Satz
zu
reduzieren.
Ebenso
wie
die
Feststellung
des
BND,
dass
es
keine
Erkenntnisse gibt, eine „Mauer“ zu bauen.
Aber
letztlich
wurde
sie
wurde
Symbolträger
der
konfliktreichen
Nachkriegsordnung.
Übrigens
ersann
Horst
Sindermann
die
Bezeichnung
„antifaschistischer
Schutzwall“.
Im
Herbst
1961
beauftragte
das
Politbüro
der
SED
den
Leiter
der
Abteilung
Agitation
beim
Zentralkomitee
der
SED,
Horst
Sindermann,
eine
Argumentation
zu
diesem
brisant
gewordenem
Thema
zu
erarbeiten.
Sein
Motiv
für
die
Wortwahl
erklärte
er
im
Mai
1990
dem
Spiegel:
„Wir
wollten
nicht
ausbluten,
wir
wollten
die
antifaschistisch-demokratische
Ordnung,
die
es
in
der
DDR
gab,
erhalten. Insofern halte ich meinen Begriff auch heute noch für richtig.“
Dass
der
„Schutzwallbegriff“
dem
Begriff
der
„Staatsgrenze
der
DDR“
wich,
ist
vor
allem
der
wachsenden
staatlichen
Souveränität
und
politischen
Anerkennung
der
DDR
in
den
70er
Jahren
zu
verdanken, schließlich gab es ja einen „Staat“ und zu dem gehört eine Grenze.
Übrigens,
dass
die
sowjetischen
Genossen
in
den
90
er
Jahren
sich
darauf
versteiften,
dass
die
Grenzsicherung
alleiniges
Anligen
der
DDR
gewesen
sei,
zeigt
die
sehr
unterschiedlichen
politischen Ambitionen, einschließlich des Erinnerungsvermögens.
Major der NVA, Thomas Engelhardt
.
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