© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Militärdelegation in der KDVR“
dabei war Oberst a.D., Joachim Kampe
Die
Straßen
sind
breit,
asphaltiert.
Außerhalb
der
Stadt
ist
nur
eine
Fahrbahn
nutzbar.
Es
ist
Erntezeit,
auf
der
zweiten
Fahrbahn
wird
der
Reis
zum
Trocknen
ausgebreitet.
Von
weitem
sichtbar,
der
die
Hauptstadt
überragende
Obelisk
des
Chollima,
der
vom
Aufbruch
des
Koreanischen
Volkes
in
eine
neue
Zeit
kündet.
Unweit
davon
das
riesige
Revolutionsmuseum
mit
der
im
leichten
Nebel
aufragenden
überdimensionalen
Statue
des
großen
Führers,
des
großen
Sohnes
des
Volkes,
der
Sonne
der
Nation,
Kim
Il
Song.
Schnell vermittelt die Dolmetscherin, die vielen Lobpreisungen vor Nennung des Namens Kim Il Song nicht mehr zu übersetzen.
Statue des Kim Il Song
Auf
dem
Weg
zur
Residenz,
kaum
Fahrzeuge
auf
den
Straßen,
dafür
marschierende
Gruppen
von
Arbeiter
und
Jugendlichen
mit
Fahnen
und
geschulterten
Spaten.
Weder
Ruinen,
noch
Schuttberge
sind
zu
sehen,
neben
breiten
Straßen
neue
Bauten,
das
neu
errichtete
Fernsehzentrum,
Brücken
über
den
Taedong-Fl
uß
Alle
Achtung
vor
der
Leistung
dieses
fleißigen
Volkes,
welches,
wie
ich
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD
Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden
zurück 1976
weiter
später
erfahre,
täglich
bis
14
Stunden
arbeitet.
Hier
liegt
auch
die
Erklärung
für
die
marschierenden
Kolonnen
zu
einer
Zeit
am
Abend,
wo
wir
in
Deutschland
schön
längst
am
Fernsehgerät
sitzen.
In
der
Residenz
erhalten
wir
den
Protokollablauf
für
die
nächsten
Tage,
voll
ausgefüllt
mit
Besuchen
bei
Politikern
und
militärischen
Einrichtungen.
Viel
Zeit
bleibt
nicht,
nach
der
Visite
und
Empfang
des
Verteidigungsminister
Oh
Tschen
Uh
fallen
wir
ermüdet
ins
Bett.
Am
folgenden
Tag
fliegen
wir
nach
Hamhung
an
das
japanische
Meer,
besich-tigen
eine
Maschinen-
und
Vinalonfabrik,
wo
uns
die
großen
Leistungen
des
Volkes
nahe
gebracht
wer-den,
bevor
es
weiter
in
Berge
geht,
direkt
an
die
Küste.
Das
Protokoll
sieht
den
Besuch
einer
Artillerieeinheit
vor.
Nichts
ist
zu
sehen.
Wie
von
Geisterhand
gelenkt
und
gezogen
beginnt
sich
das
Bergmassiv
an
mehreren
Stellen
zu
öffnen.
Täuschend
echt
an
das
Oberflächenprofil
des
Bergmassiv
getarnte
Tore
bewegen
sich
nach
beiden
Seiten
und
geben
den
Blick
frei
in
das
Innere.
Betonierte
Straßen
und
Gehsteige
führen
hinein,
schwere
Artilleriegeschütze
werden
sichtbar,
rechts
und
links
in
stollenähnlichen
Nischen
ist
die
Munition
eingelagert.
Ähnliches
wird
ein
Tag
später
beim
Besuch
eines
Panzertruppenteils
sichtbar.
Einzig
der
Ehrenhain
ist
zu
sehen,
an
dem
Kim
Il
Song
die
Aufstellung
des
Truppenteils befohlen hat. Die Technik ist nicht zu sehen, befindet sich getarnt in den Bergen.
Protokollablauf
Mit
dem
Besuch
in
einer
Marinebasis
am
späten
Nachmittag
neigt
sich
der
Tag
dem
Ende
entgegen
und
klingt
am
Abend
in
Hamhung
in
gemütlicher
Runde
aus,
koreanische
Salate
und
Meeresfrüchte
sowie
Ginsengschnaps
werden
gereicht.
Nach
dem
Lied
des
„Großen
Führers“
sind
die
Serviererinnen
zu
einem
Tänzchen
bereit.
Der
folgende
Tag
sieht
ein
straffes
Besuchsprogramm
in Pjöngjang vor.