zu entfernen und die Sachzeugnisse an das Militär-Historische Museum zu übergeben. Damit waren die Truppenfahnen abzugeben und die Traditionsnamen der Truppenteile zu tilgen sowie die Kasernennamen zu löschen. Um die Tragweite dieser Entscheidung zu ermessen, lohnt es, sich zu erinnern: Das Traditionsverständnis der DDR und damit auch der NVA hat sich immer auch in den
Ehrennamen der Truppenteile, der Kasernen und Einrichtungen widergespiegelt. Auf der Grundlage dieses Beschlusses der Volkskammer der DDR wurde am 24. September 1990 die Nationale Volksarmee aus dem Bestand der Warschauer Vertragsstaaten und ihrer Militärkoalition herausgelöst. Diese Maßnahmen und Ereignisse waren Anlass für einige verantwortungsbewusste Armeeangehörige sich den Traditionen bewusst zu sein und zu handeln. Oberstleutnant Werner Wochnik aus dem Wehrbezirkskommando Halle nahm bei seiner Entlassung im September 1990 den Entwurf der „Geschichte des WBK Halle“, von den Anfängen bis zur Gegenwart, deren Autor er war, an sich. Major Peter Köhler aus dem BmS-11 nahm Verbindung mit dem Stadtmuseum Halle auf und übergab das Traditionszimmer des Truppenteils, der seit dem 06. Oktober 1986 den verpflichtenden Namen Bernard Koenen trug, eines im mitteldeutschen Raumes bekannten Kommunisten und Antifaschisten, dem Stadtmuseum Halle. Dort befindet es sich heute noch, wenn auch nur im Lager. Der damalige letzte Kommandeur des NB-11, Oberstleutnant D. Wieschke ließ alleErinnerungstafeln im Traditionszimmer abfotografieren und schuf damit eine solide Grundlage für eine spätere Darstellung der Geschichte des NB-11 durch Oberstleutnant Dieter Waldt.
70 Jahre NVA und 11.MSD
NVA - Interessengemeinschaft Halle/Saale
NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
© NVA-Interessengemeinschaft Halle/Saale - Regionalgruppe „Hermann Vogt“
„Traditionsbewusst als Friedenssoldaten gehandelt!“ zusammengetragen von OSL d.R., Gerold Möller
In der Nacht vom 22. auf den 23. August 1990 beschloss die 10. DDR- Volkskammer in einer dramatischen Sondersitzung „den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes mit Wirkung vom 3. Oktober 1990“. Dabei ging die Volkskammer explizit davon aus, dass die Verhandlungen über den Einigungsvertrag bis dahin abgeschlossen und die außen- und sicherheitspolitischen Bedingungen der deutschen Einheit im Rahmen der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen geregelt seien. Lt. Befehl Nr. 48/90 vom 21.09.1990 des Ministers für Abrüstung und Verteidigung der DDR, Eppelmann, des ehemaligen Bausoldaten und Pfarrers, war zum 02.10.1990 alle Symbolik, die im Zusammenhang mit Traditionen stand,
70 Jahre Gründung der NVA und der 11.MSD Erinnerungen und Gedanken aus 35 Jahren Kampf für Frieden zurück 1990 weiter